Wetzlar, 24.09.2019

Wie kommen wir an Wasser ran?

Die THW-Jugend Wetzlar übt gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Hermannstein und der Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen des THW OV Wetzlar den Verbau von Sandsäcken und die Wasserförderung über lange Wegstrecken

Am 21. September stand die gemeinsame Ausbildungsveranstaltung der THW-Jugend Wetzlar und der Jugendfeuerwehr Hermannstein an. Bereits seit einigen Jahren treffen sich die Nachwuchskräfte der Hilfsorganisation für gemeinsame Übungen und Ausbildungen. Nachdem bei den letzten Treffen immer Einblicke in die jeweils andere Organisation gegeben wurde, haben sich die Betreuerinnen und Betreuer dieses Mal etwas anderes ausgedacht: Gemeinsam mit der Unterstützung der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen sollte der Frage nachgegangen werden, wie wir organisationsübergreifend Wasser fördern können. Ausgangslage der diesjährigen Herbstübung war daher die Wasserentnahme und der Transport von Wasser über längere Strecken. Dabei stellte der niedrige Wasserstand die Nachwuchskräfte vor eine Herausforderung.

Anstauen der Blasbach zur Wasserentnahme – viele Wege führen ans Ziel

Damit nun Wasser über die aufgestellten Behälter zum Zielort gepumpt werden konnte, musste der Blasbach zunächst durch die jungen Helferinnen und Helfer aufgestaut werden. Dabei konnten alle voneinander lernen: Die Feuerwehr zeigte, wie mit Hilfe einer mobilen Stauwand das Wasser in Minuten aufgestaut werden kann. Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen erklärte uns, wie die Errichtung eines Sandsackwalls funktioniert.

Errichten einer Staumauer

Nachdem sich die Jugendlichen am Aufbau der Stauwand ausprobiert hatten, wurde gemeinsam ein Sandsackfüllplatz errichtet. Organisationsübergreifend wurden einige dutzend Sandsäcke befüllt. Dabei lernten die Jugendlichen worauf beim Füllen eines Sandsackes zu achten ist, denn einfach nur den Sack aufzuhalten und dann Sand hineinzuschaufeln, ist nicht von Erfolg gekrönt. Ein wichtiger Baustein für die gute Zusammenarbeit ist daher eine gute Absprache untereinander. Nachdem die Sandsäcke befüllt waren, wurden sie mit einer Transportkette zum Bach befördert. Über eine improvisierte Rutsche gelangten die Sandsäcke schließlich an ihren Bestimmungsort, wo sie unter fachmännischer Aufsicht aufgestapelt wurden. Auch hier konnte nach wenigen Minuten ein deutliches Ergebnis beobachtet werden.

Kennenlernen der Pumpentechnik

Nach einer kurzen Mittagspause widmeten sich Jugendliche und Erwachsene dann den unterschiedlichen Pumpen-Typen. Hier wurden die Unterschiede zwischen Feuerwehr und THW recht schnell deutlich. Insbesondere die großen A-Druckschläuche sorgten bei den Feuerwehr-Nachwuchskräften für große Augen. Doch bei allen Unterschieden wurde auch deutlich, wie gut die Ausstattung im Ernstfall auch zusammen genutzt werden kann.

Erschöpfung und Zufriedenheit

Nach der erfolgreichen Ausbildung folgte dann nochmals ein Kraftakt, denn es galt die nassen Sandsäcke und die restliche Ausstattung wieder zu verladen. Nachdem alles verlastet war, konnte, den Anstrengungen zum Trotz, aus den müden Gesichtern auch die Zufriedenheit abgelesen werden. Alle waren sich einig, dass auch im nächsten Jahr wieder gemeinsame Ausbildungen und Übungen durchgeführt werden.

Dank gilt den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hermannstein für die Organisation vor Ort und die hervorragende Versorgung sowie den Kameraden der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen für die fachliche Unterstützung bei der Ausbildung.

 

 


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