Wetzlar-Nauborn, 09.07.2013, von Jörg Velten

THW-Helfer sichern Hausfassade nach Brand

Nach dem Brand in einem Wohnhaus am Freitag in Nauborn drohten Teile des Gebäudes einzustürzen.

Beim Aufrichten der Strebstützen packen alle mit an. Das erste 5-Meter-Modul steht bereits im Hintergrund.

Um die Anwohner zu schützen, setzte das Technische Hilfswerk das Abstützsystem Holz (ASH) ein. Mit diesem System können marode Decken und instabile Wände abgestützt und so ein Einsturz des Gebäudes verhindert werden.

Der Umfang des ASH ist beachtlich. Neben Holzbalken in verschiedenen Größen, führen die Helfer des THW-Ortsverbandes Wetzlar bei einem Einsatz Kreissägen und Bohrmaschinen mit. Damit lässt sich das Holz vor Ort je nach Verwendungszweck leicht bearbeiten. Messgeräte sowie Stützen und Erdnägel sind ebenfalls Bestandteil des Inventars. Erdnägel sind ähnlich einem übergroßen Zelt-Hering und dienen zur Fixierung des ASH im Boden. Die komplette Ausrüstung befindet sich in einem Container und ist somit jederzeit einsatzbereit. Nachdem der Brand gelöscht war, wurde das Gebäude von einem Statiker geprüft. Unter Leitung der beiden Zugführer, Oliver Watz und Michael Mai, wurde die ca. 10 Meter hohe Fassade von den Helfern des THW Ortsverbandes Wetzlar abgestützt. Auf dem Boden wurden sogenannte Bohlentreibladen verlegt. Darauf wurden senkrecht stehende Streichbalken befestigt, es entstand ein rechter Winkel. Um die Konstruktion zu stabilisieren, befestigten die Helfer diagonale Strebstützen.

Das Sichern von einsturzgefährdeten Gebäuden ist ein schwieriges und vor allem ein gefährliches Unterfangen. Wie in den anderen Bereichen verfügt der THW-Ortsverband Wetzlar über ausgebildetes Fachpersonal für diese Tätigkeiten. Die Ausbildung erfasst die Bereiche Baukunde, Holz- und Metallbearbeitung, Statik, Messtechnik, Gefahren der Einsatzstelle und das Bewegen von Lasten. Alle Themen sind speziell auf das Thema Hochbauschäden zugeschnitten, denn es soll ja nicht nur der Auftrag gut ausgeführt werden, er soll auch möglichst sicher für alle Beteiligten abgewickelt werden können.

Die Einsatzstelle in Nauborn ist in diesem Jahr die dritte Stelle, an der die Technik des THW eingesetzt wird. An allen drei Einsatzstellen bleibt das ASH bis zum Wiederaufbau oder Abriss der Gebäude stehen.


  • Beim Aufrichten der Strebstützen packen alle mit an. Das erste 5-Meter-Modul steht bereits im Hintergrund.

  • Nach getaner Arbeit: Alle Module stehen. Die Abstützung ist gelungen.

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