29.04.2019, von Robin Neul

Technische Hilfeleistung für die Wasserschutzpolizei

Helfer der Ortsverbände Wetzlar und Gießen entfernen bei Leun-Biskirchen einen Baumstamm aus der Lahn

Eine umgestürzte Buche versperrt die Lahn bei Leun-Biskirchen.

Am frühen Samstag-Abend wurden die Bergungsgruppen des THW Wetzlar von der Wasserschutzpolizei alarmiert. In der Gemarkung Leun-Biskirchen war ein Baum umgestürzt und blockierte die Lahn zu drei Vierteln. Nachdem 3 erfahrene Kanuten diesem Hindernis nicht mehr ausweichen konnten und kenterten, sah die Polizei Handlungsbedarf.

 

Schwierige Verhältnisse - vielfältige Herausforderungen

Der Regen der vergangenen Tage stellte die Helfer dann vor einige Herausforderungen. Zum einen konnten die Einsatzkräfte die Stelle an der Lahn lediglich über eine Wiese erreichen. Dank der geländefähigen Fahrzeuge war dieses Hindernis schnell überwunden. Die eigentliche Herausforderung bestand dann aber darin, den Baumstamm an Land zu ziehen. Mit der 5t-Seilwinde des GKW I wäre das eigentlich kein Problem gewesen. Allerdings lag der Baum so unglücklich in der Lahn, dass er von der zugänglichen Uferseite nicht erreichbar war.

 

Unterstützung durch FGr Wassergefahren

Die Erkundung der Einsatzstelle zeigte schnell auf, dass ohne ein Boot der Stamm nicht angeschlagen werden konnte. Außerdem konnten die Einsatzkräfte vor Ort nicht die genaue Lage des Baumstammes sehen. Daher wurde nach einigen Überlegungen die Fachgruppe Wassergefahren aus dem benachbarten Ortsverband Gießen mit dem Mehrzweckarbeitsboot (MzAB) sowie 2 Bootsführern nachalarmiert.

 

Dunkelheit erschwert Arbeiten

Die einsetzende Dunkelheit erschwerte dann die Arbeiten. Trotz aufgebauter Beleuchtung blieben die Sichtverhältnisse an der Einsatzstelle schlecht. Der Einsatz wurde dann schließlich abgebrochen und auf Sonntag vertagt, da sich die potentiellen Gefahren durch die Dunkelheit wesentlich verstärkten.

 

Suche nach geeigneten Einlassstellen

Nach Rücksprache mit der Polizei wurde die Bergung des Baumstammes dann am Sonntag bei Tageslicht fortgeführt. Um 12:00 Uhr rückten 10 Helfer und 1 Helferin der Ortsverbände Wetzlar und Gießen aus. In Ahausen konnte das MzAB mithilfe des Ladekrans der FGr Wassergefahren zu Wasser gelassen werden. Die 2 Bootsführer aus Gießen machten sich mit ihren 2 Helfern und einem Bediener Motorsäge aus Wetzlar an Bord auf den Weg flussaufwärts nach Biskirchen. Die circa 8 Flusskilometer stellten die Bootsbesatzung durch unterschiedliche Tiefenverhältnisse vor einige Herausforderungen.

 

Schwierige Strömungsverhältnisse an der Einsatzstelle

An der Einsatzstelle hatte die Bootsbesatzung dann mit den Strömungsverhältnissen und den beengten Platzverhältnissen zu kämpfen. Es zeigte sich zudem, dass der Baum an mehreren Stellen gebrochen war und die Bergung so doch etwas komplizierter werden könnte. Routiniert und mit Bedacht wurde der Stamm dann Stück für Stück mit Hilfe der Seilwinde an Land gezogen. Schlussendlich war die Lahn gegen 17:30 Uhr wieder frei.

 

Im Einsatz waren 11 Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Wetzlar und Gießen:

  • MTW TZ (Heros Wetzlar 21/10)
  • GKW I (Heros Wetzlar 22/51)
  • LKW Ladekran (Heros Gießen 36/46)
  • Mehrzweckarbeitsboot "Finnjet 82488"

Ein besonderer Dank gilt den Kameradinnen und Kameraden aus dem Ortsverband Gießen, die durch ihre Unterstützung maßgeblich zum Einsatzerfolg beigetragen haben und dem Küchenteam des OV Wetzlar für die Verpflegung der Einsatzkräfte.


  • Eine umgestürzte Buche versperrt die Lahn bei Leun-Biskirchen.

  • Das Mehrzweckarbeitsboot (MzAB) wird in Ahausen mit dem Ladekran zu Wasser gelassen.

  • Zum Herausziehen der Stammteile nutzen die Helfer die 5t Seilwinde des GKW I.

  • Mit dem MzAB erkunden die Helferinnen und Helfer die Lage auf dem Wasser.

  • Kleinere Äste konnten so direkt an Land gebracht werden.

  • Die dicken Stammteile wurden mit der Seilwinde ans Ufer gezogen und dort mit der Motorsäge zerlegt.

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