Solms, 13.12.2011

Feuer zerstört drei Wohnhäuser

Am Tag nach dem großen Feuer in Burgsolms liefen am Mittwoch die Aufräumarbeiten. Fachleute der Polizei untersuchten die drei schwer beschädigten Häuser in der Friedenstraße, konnten aber noch keine Ursache für den Brand nennen, der nach Schätzungen der Beamten einen Schaden von mindestens einer Viertelmillion Euro verursacht hatte. Die ganze Nacht waren fast 90 Feuerwehrleute mit Löscharbeiten beschäftigt.

Nach Aussage von Polizeisprecher Guido Rehr sind die Ermittler bei der Spurensuche in dem Trümmerfeld aber bereits so weit gekommen, dass sie eine Brandstiftung ausschließen können. Ein unabhängiger Gutachter soll nun in den nächsten Tagen die genaue Brandursache klären.

Die Ermittlung der Brandursache wird auch dadurch erschwert, dass einige Gebäudeteile einsturzgefährdet sind. Noch am späten Abend waren 20 Einsatzkräfte von Technischen Hilfswerk gekommen, um diese Gebäudeteile vorläufig zu sichern, damit die Löscharbeiten weitergehen konnten. Die Feuerwehrleute unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Rupert Heege mussten Teile der Dächer abdecken, um darunter schwelende Brandherde bekämpfen zu können. Aus diesem Grund wurde neben der Drehleiter vom Feuerwehrstützpunkt Braunfels auch noch eine Dreh-Kipp-Leiter aus Wetzlar angefordert.

Glücklicherweise hatte ein Spaziergänger das Feuer gestern Abend so früh entdeckt, dass sich alle Bewohner der drei einzelnen   Häuser des Gebäudekomplexes noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Lediglich eine 70-jährige Frau musste leicht verletzt ins Braunfelser Krankenhaus gebracht werden. Die Seniorin  hatte sich eine leichte Rauchgasvergiftung zugezogen.

Wegen der schweren Beschädigungen der Häuser durch das Feuer konnten die Bewohner nicht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Außerdem haben die Ermittler der Polizei  den gesamten Brandort  zur Sicherung von Spuren bis auf Weiteres gesperrt.

Stadt Solms will den Bewohnern bei der Suche nach einer Unterkunft helfen

Die Stadt Solms will den Bewohnern bei der Suche nach Unterkünften zur Seite stehen. Bürgermeister Frank Inderthal sagte: "Für die Familien ist es eine schreckliche Situation." Er kündigte noch am Abend des Feuers an, die Stadt wolle umgehend prüfen, wie die betroffenen Familien untergebracht werden können und wie geholfen werden kann, da die Häuser auf unbestimmte Zeit  nicht bewohnbar sind.

Wetzlarer Neue Zeitung


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