Wetzlar, 20.11.2018, von Robin Neul

Gemeinsam ganz groß - Junge Katastrophenschützer proben den Ernstfall

Jahresabschlussübung der THW-Jugend Wetzlar und Dillenburg und der Jugendfeuerwehren Hermannstein und Werdorf in der Wetzlarer Spilburg

Zur Bestimmung der Fahrtrouten müssen die Jugendlichen die Wegpunkte auf Karte finden.

Am 17.11. fand erstmals eine Jahresabschlussübung der THW-Jugend Wetzlar und Dillenburg sowie der Jugendfeuerwehren Wetzlar-Hermannstein und Aßlar-Werdorf statt, bei der die fast 50 Teilnehmenden in mehreren Szenarien ihr Können unter Beweis stellen mussten. Ausgearbeitet und organisiert wurde die Großübung vom Planungsteam, dem Robin Neul (THW-Jugend Wetzlar), Marcel Lühring (Feuerwehr Werdorf), Lisa-Marie Lautenschläger und Mara Seipp (beide Feuerwehr Hermannstein) angehörten.

 

Für die Jugendgruppen des THW Wetzlar und Dillenburg begann der Tag mit einer kurzen Unterrichtseinheit zum Thema Kartenkunde. Im Anschluss mussten in zwei Gruppen mehrere Koordinaten ermittelt und angefahren werden. In der Zwischenzeit wurden die Jugendfeuerwehren aus Hermannstein und Werdorf zu einer Ölspur auf dem Gelände von Hessen-Mobil alarmiert. 

Kartenkunde und Ölspur fordern die Jugendlichen

Nachdem die Ölspur von den jungen Brandschützern beseitigt wurde und die Jugendlichen des THW am Sammelpunkt angelangt waren, wurden beide Gruppen zugleich zur Rettung von zwei verletzten Personen in einer Hanglage gerufen. Mit Hilfe von Leitern und Tragen konnten beide Gruppen die Personen schnell und sicher retten.

Vertreter aus Politik überzeugen sich von hohem Ausbildungsstand

Vom hohen Leistungsstand der Einsatzkräfte von morgen konnten sich der Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer (CDU), Landtagsabgeordneter Frank Steinraths (CDU) sowie  Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) überzeugen. Frank Steinraths (CDU) und Manfred Wagner (SPD) dankten den Jugendlichen während der Mittagspause für ihr Engagement, denn dieses Engagement sei wichtig, so waren sich beide einig, um auch in Zukunft für den Schutz der Bevölkerung sorgen zu können. Ebenso sei es ein positives Zeichen, wenn organisations- und ortsübergreifend geübt werde. Ebenfalls beobachteten Verbandsjugendfeuerwehrwart Reiner Jüngst sowie die Stadtjugendwarte aus Wetzlar André Weber und René Kauferstein das Geschehen.

Brandbekämpfung und Personensuche fordern die Jugendlichen

Unklare Rauchentwicklung und mehrere vermisste Personen in einem Hallenkomplex - so lauteten die Einsatzstichworte für das komplexe Abschlussszenario. Die jungen Brandschützer begannen mit einem Löschangriff auf die stark qualmenden Hallen, während sich der THW-Nachwuchs bereit machte die vermissten Personen zu retten. Da die vermissten Personen mit einer Trage und dem Schleifkorb durch ein enges Röhrensystem transportiert werden mussten, gestaltete sich die Rettung als äußerst beschwerlich. Daher unterstützen die Kameraden der Jugendfeuerwehr nach erfolgreichem Löscheinsatz ihre THW-Kameraden.

Gelungener Jahresabschluss macht Lust auf mehr

Insgesamt zeigten sich die äußerlich sichtlich erschöpften Jugendlichen sehr zufrieden mit der Übung. Auch die Betreuer fanden nur lobende Worte für die Leistung ihrer Schützlinge. Alles in allem war es eine gelungene Premiere, die sich, so der Konsens der Teilnehmenden, gerne wiederholen darf.

Besonderer Dank gilt an dieser Stelle nochmals allen, die zum Gelingen der Übung beigetragen haben - dem Küchen-Team des THW-Wetzlar für die hervorragende Verpflegung, der Regionalstelle Gießen des THW für die Bereitstellung von Nebelmaschine und Übungspuppen, dem Organisations-Team für die Planung und Vorbereitung sowie den Betreuern für die gute Ausbildung vor Ort.


  • Zur Bestimmung der Fahrtrouten müssen die Jugendlichen die Wegpunkte auf Karte finden.

  • Auch das Beseitigen von Ölspuren beherrschen die jungen Brandschützer.

  • Die Blauröcke schwingen den Besen und kehren mit den Sand die "Ölspur" auf.

  • Zwei Personen haben sich in einem Steilhang verletzt.

  • Die beiden Verletzten werden parallel von THW-Jugend und Jugendfeuerwehr aus dem Steilhang gerettet.

  • Zur Rettung sichern sich die Jugendlichen mittels PSAgA - die Steckleiter dient als Aufstiegshilfe.

  • Auch in der Brandbekämpfung zeigt der Feuerwehrnachwuchs sein Können.

  • Die Jugendfeuerwehren Hermannstein und Werdorf trainieren dabei auch die überörtliche Zusammenarbeit.

  • Um sicher und ungestört arbeiten zu können sichern die jungen Katastrophenschützer die Einsatzstelle ab.

  • Die beengten Verhältnisse stellen die Jugendlichen vor Herausforderungen bei der Rettung der Verletzten.

  • Der THW-Nachwuchs rettet insgesamt 6 Personen aus einem engen und verrauchten Tunnelsystem.

  • Jugendliche und Betreuer sind zufrieden mit dem Verlauf der Übung.

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